WordPress Seiten Geschwindigkeit & Ladezeiten drastisch erhöhen mit diesen 10 Tipps

Ihre WordPress Seite ist langsam und es dauert ewig bis eine Seite sich aufbaut? Dann sollten Sie dringend handeln, da so potenziell wichtige Kunden verloren gehen. In nur wenigen Schritten erklären wir, wie Sie Ihre WordPress Seite schneller machen und die Performance Ihrer Webseite in den meisten Fällen um ganze 50% und mehr steigern können.

Haben Sie Ihr Webhosting bei OpusX?

Sollten Sie Ihre Seite bereits bei uns hosten, so führen unsere Experten komplett kostenlos eine Analyse für Sie durch und helfen bei Ihrer Optimierung.

Schritt 1: Ladezeiten testen

Um die Ergebnisse Ihrer Geschwindigkeitsoptimierung am Ende überprüfen zu können, sollten Sie zuerst einen Referenzwert haben. Dazu führen Sie einen einfachen und schnellen Geschwindigkeitstest durch:

Google PageSpeed Insights

Sie erhalten hier einen Wert zwischen 0 & 100 Ihrer Webseite. Wichtig hier: es kommt auf die Differenz an, welche Sie erzielen werden und nicht das Rating selbst. Denn z.B. Google selbst, erreicht keine 90 Punkte. Gleichzeitig erhalten Sie ein Rating für mobile Version Ihrer Webseite.

Pingdom Website Speed Test

Pingdom funktioniert ähnlich wie das Tool von Google und gibt ein Rating mit weiteren Einschätzungen wieder. Dieses wird sicherlich anders ausfallen, da die Tools auf verschiedene Merkmale achten.

Schritt 2: Hosting & technische Faktoren überprüfen

Man bekommt ein Hosting-Paket inkl. Domain schon ab 1.00 im Monat. Wer bei der Auswahl des passenden Hosters jedoch nur nach dem Preis geht, zahlt am Ende drauf. Dies nicht nur durch eingeschränkten Kundensupport und schlechte Verfügbarkeit, sondern auch durch langsame Ladezeiten. Das kann z. B. daran liegen, dass die Server-Software veraltet ist und noch nicht die neusten Technologien bietet, der Server nicht richtig konfiguriert ist oder dass sich zu viele Kunden die vorhandenen Server-Ressourcen teilen.

Generell raten wir daher als Hoster selbst, von sogenannten „Massenhostern“ ab. Hier lohnt es sich definitiv im Jahr vielleicht lediglich 2-3 EUR oder CHF mehr zu bezahlen, dafür aber ein hochwertiges Hosting zu erhalten. Achten Sie hier bei der Auswahl auf Faktoren wie:

  • Verfügbarkeit
  • Eingesetzte Hardware/Ressourcen
  • Standort des Servers/Hosting (dies ist für die Ladezeiten existenziell)
  • Sicherheit (ist z.B. eine DDoS Protection vorhanden?)

Unser eigenes Webhosting in Frankfurt zum grössten Internet Knotenpunkt der Welt (Service & Provider Awards in den Top10) zielt hier auf höchste Optimation & Qualität ab: Webhosting ansehen

Schritt 3: Einsatz von Caching Tools & weltweite Erreichbarkeit (CDN)

Dies wird wohl der wichtigste Schritt für eine Erhöhung Ihrer Webseiten Geschwindigkeit sein. Eine schnelle Webseite zeichnet vor allem 2 Dinge aus:

  • Ein gutes Caching (Zwischenspeicher)
  • Ein CDN (Content Delivery Network) was Ihre Webseite weltweit schnell erreichbar macht.

Caching bedeutet, dass Seiten statisch zwischengespeichert bereitgestellt werden, anstatt diese bei jedem Aufruf dynamisch erstellen zu lassen. Damit macht Ihre Seiten Geschwindigkeit einen enorm grossen Sprung nach vorne.

Zur Umsetzung gibt es 2 Möglichkeiten. Sie installieren ein Plugin wie Cachify, W3 Total Cache, Cache Enabler, WP Super Cache, installieren Sie aber auf keinen Fall mehrere Cache Plugins! Oder Sie nutzen gleich vorweg die modernste, einfachste und absolut kostenlose Variante: Cloudflare! 

Cloudflare brauchen Sie nicht einmal zu installieren, sondern lediglich in 2 Minuten einzurichten. Besuchen Sie dazu www.cloudflare.com und folgen Sie den einfachen Schritten. Der kostenlose Plan reicht vollkommen. Vorteile mit Cloudflare:

  • Eines der modernsten Caching Systeme
  • Verbreitung Ihrer Webseite in über 150 Rechenzentren weltweit (CDN)
  • Automatische Komprimierung von Code
  • Gratis SSL Zertifikat
  • Die weltweit schnellsten DNS Server
  • Diverse Tools zur Webseitenoptimierung (Brotli, RocketLoader, JS Optimation, AMP Links, …)
  • Schutz gegen Angriffe

Hilfe und weitere Informationen erhalten Sie beim OpusX Support.


Achtung: Sollten Sie Cloudflare verwenden, so deckt dieses Tool viele Punkte der weiteren Schritte bereits ab. Kontrollieren Sie daher vorweg Ihre Cloudflare Einstellungen.


Schritt 4: Bilder optimieren und komprimieren

Bilder spielen für die Ladezeit Ihrer Webseite meist eine der grössten Rollen. Diese sind meist sehr gross, müssen vom Besucher erst geladen werden und sind auf einer Webseite reichlich vorhanden. Haben Sie Ihre Seite mit Google PageSpeed Insights getestet, so werden Sie sicherlich bereits den Hinweis erhalten haben, dass Bilder zu optimieren sind.

Der Vorteile mit WordPress ist nun, dass dies ein Plugin für Sie erledigen kann. Absteigend unsere Empfehlungen:

  • ShortPixel Image Optimizer
    Technisch ganz vorne dabei und erstellt für jedes Bild eine original Sicherungskopie. In der kostenlosen Version lassen sich maximal 100 Bilder am Tag optimieren, aber wer lädt schon 100 Bilder jeden Tag in den Content hoch?
  • reSmush.it
  • EWWW Image Optimizer
  • WP Smush
  • Compress JPEG & PNG images

Am besten vergleichen Sie die Plugins aber selbst anhand Ihrer Bedürfnisse. Achtung: Installieren Sie auch hier auf keinen Fall 2 Plugins gleichzeitig.

Schritt 5: Unnötige Plugins deaktivieren

Plugins laden viele und oft unnötige CSS und JS Dateien, was wiederum Ihre Webseite verlangsamt. Zudem generieren diese meist viele Datenbankabfragen. Letztlich stellen Plugins immer ein gewisses Sicherheitsrisiko dar.

Daher gilt: Je weniger Plugins desto besser! Plugins haben nebst Bildern, sicherlich am meisten Einfluss auf die Ladezeiten.

Sollten Sie übrigens noch kein Sicherheitsplugin installiert haben, so empfehlen wir Ihnen umgehend die Installation von: “WP Defender” oder “All In One WP Security & Firewall”, sowie “Google Authenticator”.

Schritt 6: Das WordPress-Theme/Design hinterfragen

Haben Sie sich vielleicht noch für kein Theme festgelegt oder sind Sie weiterhin mit der Ladezeit Ihrer WordPress Webseite nicht zufrieden, so sollten Sie dieses einmal hinterfragen. Meist wird ein sogenanntes All-in-One Theme verwendet. Diese bringen Vielfalt und viele Einstellungsmöglichkeiten. Aber Vorsicht! Gleichzeitig werden mit diesen viele Funktionen und Gestaltungsmöglichkeiten geladen, was wiederum viele weitere CSS & JS Dateien bedeutet und die Ladezeit sich drastisch verschlechtert.

Es gibt tausende von WordPress Themes und daher lohnt es sich, etwas genauer nach einem schlanken Design zu suchen, welches ideal für seinen eigenen Zweck abgestimmt ist.

Schritt 7: Weitere Ladezeit-Killer finden (Vorsicht vor Iframes & externen Tools)

Sollte Ihre WordPress Webseite oder allenfalls nur eine spezifische Seite weiterhin sehr langsam laden, so wird dies vermutlich durch ein Seiten Element verursacht. Dies kann z.B. ein Iframe sein, welches lange zum laden benötigt, eine Datei die nicht gefunden werden kann oder schlicht ein Fehler.

Um einen solchen Ladezeiten-Killer zu finden, starten wir eine kurze Analyse:

  • Öffnen Sie die entsprechende Seite mit Google Chrome (auch andere Browser funktionieren dazu)
  • Drücken Sie F12 oder öffnen Sie über das Menü die Entwickler- oder JavaScript Konsole
  • Wählen Sie in der Konsole “Network” oder “Netzwerk” und laden Sie die Webseite neu

Anschliessend sehen Sie alle geladenen Ressourcen dieser Seite in der Konsole mit Name, Status und Zeit. Als erstes sortieren Sie nach “Zeit” bzw. “Time”, damit wir die Ressourcen mit den längsten Ladezeiten zu Oberst haben.

Achten Sie nun auf Dateien mit dem Status 404. Dies sind alle Ressourcen, welche nicht gefunden werden können und Zeit verbraucht, da versucht wird diese zu laden. Entfernen oder ersetzen Sie diese korrekt.

Ressourcen die eine Ladezeit höher als 1s haben, stellen definitiv ein Problem dar. Natürlich gibt es gewisse Ressourcen, welche bestehen bleiben müssen. Entdecken Sie nun aber z.B. ein Iframe, irgend ein Script (z.B. für ein Siegel, LiveChat, Formular, …) so können Sie diese nun leicht  erkennen und sollte entweder optimiert oder entfernt werden.

Schritt 8: JS und CSS Dateien komprimieren

WordPress-Installationen werden oft durch zu viele geladene CSS und JS Dateien verlangsamt, insbesondere wenn viele Plugins und ein Multi-Purpose-Theme in Gebrauch ist.

Für eine Optimation bzw. Komprimierung der ganzen Dateien empfehlen wir hier die Verwendung des Plugins „Autoptimize“ oder wie zuvor empfohlen „Cloudflare“. Hier lohnt es sich aber beide Varianten zu testen.

Schritt 9: Verwendung von PHP7 & HTTP/2

HTTP/2, der Nachfolger von HTTP/1 bietet deutliche Geschwindigkeitsvorteile gegenüber der älteren Version, welche 16 Jahre in Gebrauch war. Mit diesem Tool können Sie testen ob der Server Ihrer Webseite HTTP/2 unterstützt: tools.keycdn.com

Durch die Umstellung von PHP 5.x auf PHP 7.x kann Ihre Webseite gleich doppelt so schnell werden! Generell können Sie dies bei den meisten Hostern in der Verwaltung tätigen. Achten Sie dabei auf Fehler von Plugins, da vor allem ältere und nicht mehr aktuelle Plugins allenfalls nicht mehr korrekt funktionieren werden.

Beim OpusX Webhosting wird sowohl HTTP/2, als auch PHP7 unterstützt.

Schritt 10: Optimation des Contents

Haben Sie alle Schritte befolgt so sind Sie auf dem besten Weg für eine schnelle WordPress Webseite und können barrierefrei Ihre Seite weiter gestalten. Dennoch sollte ein gewisser Gedanke dahinter sein. Sie haben nun gelernt, dass gewisse Elemente längere Ladezeiten verursachen können. Achten Sie beim kreieren von Content auf diese Elemente und gehen Sie damit allenfalls sparsamer um.

Sollten Sie weitere Fragen oder Hilfe bei der Optimation Ihrer WordPress Webseite benötigen, so hilft unser Support Ihnen gerne weiter. Auch bei Fragen zum Hosting, einem Anbietervergleich oder der Optimierung einer Nicht-WordPress Webseite helfen wir weiter.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.